Der Pentax 125SDP war der Vorreiter der neuen SDP-Serie. Die Serie wurde dann um den
150SDP erweitert, bis schließlich auf der Photokina 2000 in Essen endlich der
seit Jahren erwartete 105SDP vorgestellt wurde. Gegenwärtig werden die
Möglichkeiten für die Produktion eines 75SDP geprüft.
Waren die dreilinsigen
SDHF-Modelle für photografische Anwendungen optimiert, so stellt die
vierlinsige SDP-Serie die ersten Teleskope von Pentax dar, die sowohl für
visuelle als auch für photografische Anwendungen Bestleistungen liefern.
Der monochromatisch
gemessene Wert liegt für die SDP-Modelle in jedem Fall bei über 90% für die
Definitionshelligkeit nach Strehl auf der Achse wie beiliegendem Meßprotokoll
des Optikzentrum NRW entnommen werden kann. Dieser Wert wird über einen großen
Bereich außerhalb der optischen Achse gehalten. Geräte mit Strehlwerten von
über 96% gibt es auch; allgemein fallen diese jedoch im Feld stärker ab.
Erreicht werden konnte
diese herausragende Farbkorrektur durch die Wahl eines vierlinsigen optischen
Systems. So besteht die Frontlinse aus SD-Glas und zusätzlich die dritte Linse
aus ED-Glas. Alle optischen Flächen sind zur Erzielung einer bestmöglichen
Transmission SMC-vergütet.
Die damit in der Praxis
erzielten Abbildungsleistungen genügen durchaus professionellen Ansprüchen
(vgl. hierzu auch den Testbericht von Herrn Mag. Franz Klauser im Star Observer
11/12 1997). So wird das Rayleigh-Kriterium visuell klar erreicht, die
SDP-Serie weist also eine beugungsbegrenzte Optik auf und damit ist das Seeing
der zumeist begrenzende Faktor.
Photografisch ist die Verwendung von
Mittelformatkameras möglich und dank des optischen Designs auch von Anbeginn an
vorgesehen - es gibt hier kein Nachrüsten. Man beschreitet hier genau den
gleichen konsequenten Weg in der Produktphilosophie wie bei den SDHF-Modellen.
Um das Format 6x7 der Pentax 67 möglichst vignettierungsfrei ausnutzen zu können,
wurden spezielle Zubehörteile entwickelt, die wir im Zubehörteil separat
vorstellen möchten. So gibt es jetzt
den Außenbajonett-Adapter 67CM-S, den Objekt-Finder 67OF, den Telekompressor
RC0.77x67(P) und den Teleextender RC1.4x67(P). Selbstverständlich können auch
alle übrigen Zubehörteile des Pentax Zubehörprogramms benutzt werden.
Doch nicht nur im
optischen Aufbau wurden neue Wege beschritten, auch mechanisch wurde eine
Verarbeitungsqualität und eine Präzision realisiert, die bei einer
Serienfertigung bis vor kurzem im Amateurbereich nicht für möglich gehalten
wurde. So liegt der lichte Durchmesser der Ringschwalbe des Okularauszuges bei
M92x1, einem Helikoid mit Nonius!
Der Tubus erhielt eine zusätzliche Lackierung aus einem besonders harten Klarlack, um einen optimalen
Kratzerschutz zu gewährleisten.